| schminki 1, 2 + 3 |
| Wien 1998, 8 Min |
| Musik: Marcin Stelmaszczyk, Oliver Stotz |
| schminki 1, 2 + 3 |
| Bilder von Schminkritualen sind nicht erst seit "Paris is burning" sehr eng mit der Frage nach herrschenden Geschlechternormen verbunden, denn im Akt des Schminkens wird gleichzeitig immer auch die Herstellbarkeit von Körpern aufgezeigt. Das Auftragen des Lippenstifts scheint direkt mit dem Übereinanderschlagen der Beine bzw. einer Vielfalt von als vermeintlich "weiblich" identifizierbaren Posen einherzugehen. Solchen Bildern ist der performative Charakter eingeschrieben, weil die Konstruktion des Geschlechts ausgestellt wird. In schminki 1, 2 + 3 schminkt sich eine Frau. Eine als Frau verkleidete Frau stellt Bilder ihrer eigenen Herstellung aus. Einzelne Bilder-Fotografien werden in zeitlich nicht linearer Folge aneinandergereiht. Die Posen bzw. deren Identifizierbarkeit ist den Bildern vorgängig und die ästhetische Operation verdeutlicht die Konstruktion. Rukschcio imitiert herrschende Normen, indem sie die Imitationsstrukturen von Geschlechternormen aufdeckt. Bilder von hegemonialen Geschlechterdiskursen, auf die der Titel verweist, sollen in der Parodie gebrochen werden. |
| Christa Benzer |
| Un jour comme un autre |
| zweiscreenige Installation, Paris 2003, 23 Min. |
| Mit: Birgit Ball, Gilbert Rukschcio, Elena von Schlieffen, Jean Prisset, Yasmin Touré, Monika Seelig, Till Rukschcio, Gwendolyn Rukschcio, Natalie Tujague, Julie Remy, Dan Kedar, Michael Michlmayr, Musik: Yuji Yasunaga |